Flandern: Rapport zur Luftverschmutzung Autor: A.Kockartz

Belga
Mi 06/12/2017 - 13:24 A.Kockartz Der flämische Landesbericht zur Luftverschmutzung im Zeitraum 2000-2016 zeigt auf, dass die Abgabe von luftverschmutzenden Stoffen und Treibhausgasen in die Atmosphäre hierzulande weiter abnimmt. Die Tatsache, dass die hiesige Industrie daran einen nicht unerheblichen Anteil hat, kann aber nicht darüber hinwegtrösten, dass die Emission im Verkehr und bei den Privathaushalten in letzter Zeit in Flandern wieder zunimmt.

Der aktuelle Bericht zur Luftverschmutzung der Flämischen Umweltgesellschaft, eine Landesbehörde, zeigt auf, dass die Menge der Schadstoffe in der Luft in den vergangenen 16 Jahren zurückgegangen ist.

Besonders stark sank die Emission von Dioxinen und PCB. Heute werden keine Materialien mehr in offenen Feuern verbrannt und PCB-haltige Geräte, wie Transformationen, werden hierzulande nicht mehr einfach verschrottet, sondern fachgerecht auseinandergebaut und entsorgt.

Auch im Bereich Gase, Feinstaub und Schwermetalle gehen die Werte in Flandern zurück und im Vergleich zu 2005 ging die Treibhausgas-Emission hier um 9 % zurück. Ob Flandern jedoch bis 2020 seinen Betrag zum Erreichen der Klimaziele in Belgien tatsächlich erreichen kann, ist fraglich. Hindernisse dafür findet die Studie beim Straßenverkehr und bei den Bürgern zuhause.

Während die Industrie und der Energiesektor immer „sauberer“ werden, nehmen die Emissionen hier wieder zu.

Dass der Verkehr auf der Straße in Flandern ständig weiter zunimmt, ist kein Geheimnis, doch dass die privaten Haushalte trotz heute modernerer Heizungen (kaum noch Kohleöfen und nur noch wenige Ölheizungen) immer noch im Negativbereich liegen, mag überraschen.

Doch die im Trend liegenden Holzöfen und die traditionellen offenen Kamine sorgen für einen recht hohen Schadstoffausstoß. Nochmal zum Verkehr. In Flandern stieg der CO²-Ausstoß durch Autos im allgemeinen Straßenverkehr seit dem Jahr 2000 um 15 %. Im gleichen Zeitraum ging der Ausstoß von Stickstoffoxyden (NO2) um sage und schreibe 45 %.

Luftverschmutzer Straßenverkehr