Belgien kämpft weltweit weiter gegen Landminen

AP
So 03/12/2017 - 11:29 Vor 20 Jahren, am 3. Dezember 1997 wurde im kanadischen Ottawa der internationale Vertrag zum Verbot von Landminen unterzeichnet, die sich gegen Menschen wenden. Belgien war bereits 1995 das erste Land weltweit, dass die Herstellung und die Lagerung von Landminen untersagte.

162 Staaten haben den Ottawa-Vertrag bisher unterzeichnet. 36 Staaten, darunter die drei ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder China, Russland und die USA, haben dies bisher noch immer nicht getan.

© John Vink / Magnum, Cambodja 2008

Die großen europäischen Industriestaaten sind mittlerweile aus der Produktion von Antipersonenminen ausgestiegen. Sie sind billig zu produzieren und werden heute nach dem Vorbild amerikanischer oder russischer Prototypen auch von Kleinstunternehmen in vielen Krisenregionen der Welt hergestellt oder aus Altbeständen billig importiert.

Millionen noch nicht geräumte Landminen und jährlich immer noch Tausende Minenopfer werden noch jahrzehntelang humanitäre Hilfe erforderlich machen.

2015 töteten und verletzten Landminen noch fast 6.500 Menschen und das vor allem im Bürgerkriegsland Syrien.

Belgien bleibt weiter aktiv im Kampf gegen Landminen. Das Außenministerium macht dafür 800.000 Euro frei. Prinzessin Astrid, die Schwester von König Philippe, gehört zu den Sonderbotschaftern für dieses Ziel. (Quelle: belga/brf)