Jüngere Generationen frönen "König Auto" Autor: A.Kockartz

Mo 13/11/2017 - 11:48 A.Kockartz Laut einer Studie des belgischen Mobilitätsverbandes VAB setzen sich die jüngeren Generationen nicht wirklich mit nachhaltigeren Formen von Verkehr und Mobilität auseinander. Ganz im Gegenteil: In der Altersklasse der 25- bis 30-Jährigen regiert „König Auto“ quasi ohne Konkurrenz.

Der Mobilitätsverband VAB befragte 1.150 Landsleute zwischen 18 und 30 Jahren hier in Belgien nach ihren Ansichten und nach ihrem Verhalten zum Thema Verkehr und Mobilität. Diese Umfrage zeigt die Entwicklung des Verhaltens diesbezüglich im Laufe der Generationen.

Belga

Während sich die Altersklasse der 18- bis 24-Jährigen, von denen 42 % einen Führerschein hat, über eine Kombination von z.B. Fahrrad, öffentlicher Nahverkehr oder Stadtteilauto fortbewegen, setzt die folgende Kategorie der 25- bis 30-Jährigen, von denen fast zwei Dritten einen Führerschein haben, voll auf das Auto.

Das Leben in der Stadt und das Studium beflügelt offenbar die Sache nach schnellen und günstigen Fortbewegungsmitteln, doch sobald die jüngeren Generationen einen Job und eine Familie haben, dreht sich der Wind.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass keine andere Altersklasse in Belgien mehr Kilometer mit Firmenwagen zurücklegt, wie die der 25- bis 30-Jährigen. Dies mag verwundern, denn eigentlich herrscht die Ansicht vor, dass sich gerade diese Generation Sorgen um die Zukunft unserer Erde macht.

"Die gleichen Fehler wie früher"

Maarten Matienko (kl. Foto) vom Mobilitätsverband VAB ging gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad streng mit dieser Generation ins Gericht: „Sie machen nicht nur die gleichen Fehler, wie die Generationen vor ihnen, sondern legen noch eine Schippe drauf.“

Am Montagmorgen ergänzte Matienko diese Ausführungen noch gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion: „Wir stellen noch immer fest, dass die Menschen der Ansicht sind, die Politik sei verantwortlich für die Staus und dass die Politik dies denn auch lösen soll. Doch eigentlich sollten wir dies gemeinsam lösen.“