Wenn das vermietete Haus zur Mülldeponie wird Autor: U. Neumann

Di 12/09/2017 - 16:45 U. Neumann Als halluzinant kann man wohl den Zustand einer Mietwohnung in Londerzeel am besten beschreiben. Bei der Räumung eines Mieters stieß der Gerichtsvollzieher auf eine Cannabisplantage und eine große "Mülldeponie". Die Vermieter haben ihre Lehre daraus gezogen: "Wir werden nie wieder vermieten."

"Ich kann das meiner Frau gar nicht zeigen, denn wenn sie das sieht, bekommt sie einen Herzinfarkt", sagt Marcel Teugels, der einen Blick auf das wirft, was einst das Wohnzimmer war. 

Der 82-jährige Vermieter hat einen großen Müllhaufen vorgefunden, darunter hunderte leere Bierdosen.

Das Paar hatte schon seit einiger Zeit Probleme mit dem Mieter. Doch dass es das Haus in solch einem desaströsen Zustand antreffen würden, hätten die beiden nicht gedacht.

Es habe mit dem Verzug von Mietzahlungen und jeder Menge Entschuldigungen, um nicht zahlen zu müssen, begonnen. Sogar die Anschläge auf Zaventem seien als Ausrede vorgeschoben worden, so Teugels gegenüber einem Kollegen von Radio 2.

Nach einem Prozess vor Gericht konnte die Mietvereinbarung aufgelöst werden. Doch erst als der Gerichtsvollzieher letzte Woche das Haus betrat, wurde der Umfang des Schadens deutlich.

"Die Renovierung wird uns viel Geld kosten", befürchtet der Vermieter. Mit einer Schadensersatzzahlung des ehemaligen Mieters rechnet Teugels nicht. "Er besitzt wahrscheinlich nichts. Zwischen all dem Zeug habe ich Stromrechnungen in Höhe von 11.000 Euro und Gasrechnungen von 4.000 Euro gefunden."

Diese Bilder sprechen wohl für sich