Drohnengesetz für Belgien ist fertig Autor: U. Neumann

Belga
Di 31/03/2015 - 10:25 U. Neumann Die belgische Verkehrsministerin, Jacqueline Galant, hat einen Gesetzesentwurf für den Einsatz von Drohnen vorgelegt. Belgien wird das 20. europäische Land, das ein Gesetz zur privaten und kommerziellen Nutzung von Drohnen ausgearbeitet habe, betonte Galant in einem Pressebericht. "Ich weiß, dass sich der Sektor kontinuierlich weiterentwickelt und dass Belgien mit dieser Entwicklung mithalten muss."

Wer hobbymäßig mit einer Drohne fliegen möchte, darf dies bis zu einer Höhe von 30 Metern. Und man darf das auch nur über dem eigenen Garten oder bei jemandem, der vorher seine Einwilligung hierzu gegeben hat. Für den Privatgebrauch ist keine Lizenz nötig.

Wer eine Drohne zu kommerziellen Zwecken benutzen möchte, wird sich einer medizinischen und theoretischen Prüfung unterziehen müssen. Er wird auch eine praktische Prüfung ablegen müssen, mit der er zeigen soll, dass er solch ein Gerät führen kann. Diese Lizenz wird alle zwei Jahre überprüft. Es müssen mindestens sechs Flüge im Jahr unternommen werden (zwei Stunden im Jahr), damit die Lizenz erneuert werden kann.

Wer eine Drohne zu beruflichen Zwecken einsetzt, darf bis zu einer Höhe von ca. 90 Metern (300 Fuß) fliegen.

Der belgische Verband für unbemannte Luftfahrt (BeUAS) reagierte insgesamt zufrieden auf den künftigen Königlichen Beschluss zur Drohnennutzung. Es sei ein großer Schritt voraus, auch wenn es der Verband lieber gesehen hätte, wenn das Gesetz in Absprache mit dem Sektor zustande gekommen wäre, betonte der Vorsitzende Koen Meuleman.

Meuleman kritisiert, dass die reglementierte Höhe in dem Gesetzesentwurf nicht ausreiche.

"Wir hätten gerne gehabt, dass die Höhe etwas weiter oberhalb der jetzt festgelegten Höhe gewesen wäre. Viele Landmessgeräte müssten idealerweise eine Höhen von 100, 120 Meter haben. Es war auch die Rede von Windturbinenchecks und die sind meistens höher als 100 Meter", so Meuleman am Dienstag im VRT-Radio.

Für spezielle Aufträge ist es deshalb auch nach wie vor möglich, eine Abweichung von der zugelassenen Flughöhe zu beantragen.