Autorenlesung von Peter Terrin in der Eifel

© Marco Mertens
So 21/01/2018 - 11:55 Der flämische Autor Peter Terrin (Foto) liest kommende Woche im Literaturhaus der Eifelgemeinde Nettersheim und in der Stadtbücherei von Jülich, zusammen mit der Übersetzerin Christiane Kuby, aus seinem Roman „Monte Carlo“ dessen deutsche Übersetzung 2016 erschien.

Peter Terrin, geboren 1968 in der westflämischen Kleinstadt Tielt, ist ein von Kritikern und Lesern vielgepriesener Schriftsteller. Nach dem Abbruch eines Ingenieurstudiums studierte Terrin Kommunikation an der Universität Gent und arbeitete als Handelsvertreter.

Auf sein literarisches Debüt mit dem Erzählband "De Code" (1998) folgten mit "Kras" (2001) und "Blanco" (2003) die ersten Romane. 2010 gewann er den Europäischen Literaturpreis, seinen eigentlichen Durchbruch hatte er jedoch erst 2012 mit dem meisterhaft erzählten und herzzerreißenden Roman "Post Mortem", einem mit dem AKO-Literaturpreis ausgezeichneten und umjubelten Werk über Fakten und Fiktion, in dem der Gehirnschlag seiner fast vierjährigen Tochter Renée den Ausgangspunkt bildet.

Sein Roman Monte Carlo aus 2014 (die deutsche Übersetzung erschien 2016) wurde für den Euregio-Schüler-Literaturpreis 2018 nominiert.

Im Februar 2018 erscheint die Übersetzung seines Romans "De bewaker" (De Bezige Bij, 2009) bei Liebeskind.

Christiane Kuby, 1952 geboren in Frankfurt, ist seit 1997 selbstständige literarische Übersetzerin aus dem Niederländischen. 2013 wurde sie für ihre Übersetzung von Erwin Mortiers Roman "Godenslaap" (Götterschlaf) mit dem Else-Ottenpreis ausgezeichnet. 2015 bekam sie für ihr übersetzerisches Gesamtwerk den Martinus Nijhoffpreis.

„Monte Carlo“

Monaco im Mai 1968. Minuten vor dem Start des Grand Prix. Die Schickeria tummelt sich zwischen Fahrern und Wagen, so auch Deedee, die angesagte Schauspielerin der Stunde. Ein Treibstoffleck verursacht eine höllische Stichflamme, die Deedee verbrannt hätte, wäre nicht Jack Preston, ein einfacher Mechaniker, dazwischen gesprungen, um sie zu schützen.

Er erleidet schwerste Verletzungen. Ein Leibwächter zerrt Deedee fort. Prestons Heldentat wird kaum bemerkt. Er kehrt in sein englisches Heimatdorf zurück, wo er für seine Tat zunächst verehrt wird.

Doch dann erscheinen Zeitungsberichte, in denen der Leibwächter als Retter gefeiert, und Preston überhaupt nicht erwähnt wird. Er hofft, ein Fernsehinterview mit Deedee werde seine Ehre retten, doch es kommt ganz anders. Ein Roman über Heldentum, den Wunsch nach Anerkennung und die Fragwürdigkeit dessen, was wir für die Wahrheit halten.

Wo und Wann?

•      23. Januar 2018 19:00 Uhr Nettersheim, Literaturhaus Eifelgemeinde Nettersheim

•      25. Januar 2018 19:30 Uhr Jülich, Stadtbücherei Jülich