Auch Brüssel verbietet Ponykarussells

Sa 15/07/2017 - 12:20 Ab 2019 sind auf Brüsseler Jahrmärkten Ponykarussells verboten. Das entschied am Freitag die Brüsseler Regionalregierung. In acht Brüsseler Gemeinden gibt es während der Kirmes heute noch ein solches Ponykarussell. In Gent, Antwerpen, Bredene, Leuven (Löwen) und Waterloo sind Kirmesponys bereits tabu.

Ponykarussells seien problematisch, weil die Tiere einer Reizüberflutung unterliegen, argumentieren Sachverständige und Tierschützer. Es gebe auf den Jahrmärkten einen konstanten Lärmpegel und auch Lichteffekte, die die Tiere ständig verarbeiten müssen. Sie müssen häufig grelles Licht, laute Musik und Kindergeschrei ertragen.

Zudem seien nicht an allen Ständen Mitarbeiter, die sich mit der Pflege und Haltung von Ponys ausreichend auskennen. Die Ponys liefen in dem Karussell immer in die gleiche Richtung und könnten nicht regelmäßig Pausen machen. Die Kreisbewegung sei aber nicht die Form, in der sich die Tiere in der Natur bewegen würden, argumentieren Tierschützer.

Ponykarussell-Betreiber halten dagegen, den Tieren gehe es prima. Sie seien weder gestresst noch gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Kleinkinder und deren Eltern sehen das oft genauso und freuen sich über diese nostalgische Kirmesattraktion.

Bianca Debaets (CD&V), die Brüsseler Staatssekretärin für Tierschutz, will Übergangsmaßnahmen vorbereiten, um den betroffenen Ponykarussell-Betreibern eine Neuorientierung zu ermöglichen.