Reform des Regelwerks für die Freizeitschifffahrt Autor: A.Kockartz/Belga

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So 12/02/2017 - 12:32 A.Kockartz/Belga Belgiens Staatssekretär für die Belange der Nordsee, Philippe De Backer (Open VLD), bringt einen Reformplan und vereinfachte Regelungen für die Freizeitschifffahrt vor der Nordseeküste auf den Weg. In einer weiteren Phase sollen auch die Regeln für Bootsfahrten auf den belgischen Binnenwasserwegen vereinfacht werden, so De Backer.

Die Zahl der Segler und Freizeitkapitäne stieg von 6.800 Freizeitschiffern im Jahr 2015 auf 7.300 im vergangenen Jahr. Ein Zeichen dafür, so Staatssekretär De Backe, dass das Interesse in dieser Hinsicht steigt und dass das entsprechende Regelwerk überdacht und vereinfacht wird. „Die heutigen Regeln sind hoffnungslos veraltet und stammen teilweise sogar noch aus den 1920er Jahren. Insgesamt gibt es hier sieben Gesetze, 15 Königliche Erlasse und fünf Ministerielle Beschlüsse“, so der Staatssekretär für die Nordsee.

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Hinzu kommt, dass viele in Belgien gemeldete Segler und Freizeitkapitäne nur unzureichend Kenntnis über ihre Rechte und Pflichten haben. Dadurch sind nicht wenige der Betroffenen mit ihren Papieren und Zulassungen auch nicht in Ordnung. Die Zahl der entsprechenden geahndeten Übertretungen ist denn auch in den vergangenen beiden Jahren deutlich angestiegen.

Eine Reform drängt sich also auf und sie soll nicht nur vereinfachen, sondern auch die Sicherheit erhöhen. Dazu ist zu bemerken, dass die Nordsee vor der belgischen Küste eine der vielbefahrensten Schifffahrtsrouten der Welt ist mit bis zu 1.000 Bewegungen pro Tag! Hier müssen die Segelboote einige Regeln beachten, doch diese Regeln sind so veraltet, dass sie den heutigen Ansprechen in keiner Weise mehr entsprechen.

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Im Rahmen der gerade stattfindenden Belgian Boat Show in Gent sagte Staatssekretär De Backer aber auch, dass er mit seinen geplanten Reformen und Vereinfachungen für die Freizeitschifffahrt Belgien stärker auch als internationales Reiseziel in dieser Hinsicht ins Bild rücken wolle. Deshalb will er gemeinsam mit Bundesverkehrsminister François Bellot (MR) die diesbezüglichen Regelwerke sowohl auf Nordseeebene, als auch auf Ebene der Binnenschifffahrt anpassen. Derzeit suchen De Backer und Bellot das Gespräch mit dem Sektor und sie schauen sich Beispiele im Ausland an.