Gedenkfeiern für die Toten des 1. Weltkriegs

So 11/11/2012 - 14:54 Der 11. November steht in Belgien traditionell ganz im Zeichen des Waffenstillstands am Ende des Ersten Weltkriegs. Im ganzen Land finden Gedenkfeiern statt, zum Beispiel am Denkmal des Unbekannten Soldaten in Brüssel oder rund um die Schlachtfelder in der Westhoek und in Ypern.

Am 11. November 1918 fand der Erste Weltkrieg, hier auch der "Große Krieg“ genannt, sein Ende. Dieser Waffenstillstandstag ist seit dem in Belgien ein hoher Feiertag, denn dieser Krieg, der rund 17 Millionen Todesopfer forderte, hat unser Land geprägt, vielleicht sogar mehr als der Zweite Weltkrieg.

AP

Viele der Schlachten und monatelangen Stellungskriege fanden hier statt und zwar vornehmlich in der so genannten Westhoek in Westflandern, nahe der Grenze zu Frankreich. Auf den flämischen Schlachtfeldern kämpften Soldaten aus fast 40 Ländern, denn für Großbritannien kamen Soldaten aus dem gesamten Commonwealth hierher. Gerade auf den britischen Inseln hat dieser dort auch "The Great War“ genannte Krieg eine besondere Bedeutung. Kaum eine Familie in Großbritannien hat keinen Urahn, der nicht irgendwie in diesen Krieg verwickelt wurde.

In Ypern, einer der am schwersten zerstörten Städte in Belgien, wird seither unter großer britischer Anteilnahme täglich, und an einem jeden 11. November ganz intensiv, Last Post begangen, dieses Jahr unter Anteilnahme von Belgiens Kronprinz Filip. An diesem 11. November besuchen die Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands gemeinsam Soldatenfriedhöfe rund um Ypern, jeweils einen mit gefallenen Soldaten ihrer Nationen.

Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten

In der belgischen Hauptstadt Brüssel legte König Albert II. zu Ehren der Gefallenen einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kongresssäule nieder. Hier sprach der belgische Monarch auch mit Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Gedenkfeiern für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs sind eigentlich allen Soldaten gewidmet, die ihr Leben in einem bewaffneten Konflikt verloren.

Bei dieser Zeremonie wurde König Albert II. von Vertretern der belgischen Bundesregierung begleitet, u.a. Premierminister Elio Di Rupo, Verteidigungsminister Pieter De Crem und die Vizepremiers Joëlle Milquet und Didier Reynders.


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