Die Mercator ist wieder in Oostende

Do 09/04/2009 - 12:07 Das Schul- und Museumsschiff Mercator, ein Dreimaster, kehrte nach mehrmonatiger Restauration wieder zurück an seinen angestammten Liegeplatz unweit des Rathauses von Oostende zurück.
Die Mercator hatte sich in den vergangenen Monaten einer gründlichen Restauration unterziehen lassen müssen und hat jetzt wieder zu seiner alten Pracht zurückgefunden.
Belga
Das Schiff wurde rückwärts zu seinem Liegeplatz unweit des Hauptbahnhofs und des Rathauses des Seebands Oostende gebracht. Nach Angaben von Jo Dielmann von der Vereinigung „Segelschiff Mercator“ ist das innenstadtnahe Dock zu klein, um das mehr als 78 m lange und über 11 m breite Schiff zu drehen.

Eine Crew von 35 Seeleuten brachte das Schiff vom Dock, in dem es repariert wurde bis zum Liegeplatz in der Stadt – ein eher kurzer aber komplizierter Weg innerhalb des Hafens von Oostende.

Zu dieser Mannschaft gehörte auch der letzte noch lebende Maschinist, der noch auf der Mercator gedient hatte, als diese als Handelsschiff über die Meere fuhr. Der Maschinist freute sich, dass der Antrieb, ein 500 PS starker Schiffsdiesel, noch funktionierte.

Die Mercator

Der Dreimaster Mercator lief 1932 vom Stapel und wurde von der schottischen Werft „Ramage an Forguson Ldt. in Leigh nach Entwürfen des belgischen Nordpoolreisenden, Seefahrers und Wissenschaftlers Adrien De Gerlache als Schul- du Handelsschiff gebaut.

Die Mercator ist eine Barkentine, eine Schonerbark mit Rahtopp als Großmast. Sie verfügt über eine Tonnage von 778,86 brt, ist 78,40 m lang und 11,09 m breit und hat einen Tiefgang von 4,5 m. Sie weist 15 Segel auf, die eine Gesamtfläche von 1.600 m² haben. Mit ihren Segeln oder ihrem 500 PS starken Hilfsmotor kann sie eine Geschwindigkeit von bis zu 13 Knoten/24 km/h erreichen.

Sie ist Eigentum des belgischen Staats, wird von der Vereinigung „Segelschiff Mercator“ betreut und ist fahrfähig. Ihre wichtigste Reise war ihre 9. große Fahrt, als sie zwischen Oktober 1935 und Mai 1936 die sterblichen Überreste von Pater Damian zurück nach Belgien brachte.