AB InBev hebt die Bierpreise um 3 % an Autor: A.Kockartz

Belga
Di 05/12/2017 - 13:05 A.Kockartz Zum Jahreswechsel wird der belgische Brauerei- und Getränkegigant AB InBev seine Bierpreise um durchschnittlich 3,04 % anheben. Ob die Kunden an der Theke oder im Laden jetzt tiefer für ihr Bierchen in die Tasche greifen müssen, ist noch nicht klar. Die Gastronomen, der Großhandel und auch die Supermärkte müssen aber mit diesen Preiserhöhungen Rechnung tragen.

AB InBev mit Hauptsitz in Löwen in Flämisch-Brabant argumentiert die neuerliche Preiserhöhung mit „dem Streben nach einem gesunden Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen“. Dabei solle aber mit den Auswirkungen auf die Inflation Rechnung getragen werden, so die Unternehmenszentrale dazu.

Der Getränkekonzern verweist aber auch auf Investitionen, die wieder hereingeholt werden müssten. AB InBev investierte z.B. in die Lancierung des alkoholfreien Bieres Jupiler 0,0 % und in die Kapazitätsausweitung der der Gruppe angeschlossenen belgischen Brauereien, sowie in deren Produktionsprozessen. Nicht zuletzt verbesserte AB InBev die Logistik und den Vertrieb.

Mit den Vorwürfen und den entsprechenden Ermittlungen der EU-Wettbewerbskommission wegen eines zu großen Monopols am belgischen Markt soll diese Preiserhöhung nichts zu tun haben, teilte AB InBev mit (siehe nebenstehenden Beitrag).

Belgiens Wirtschaftsminister Kris Peeters (CD&V) verlangt von AB InBev mehr Deutlichkeit bezüglich dieses Preisabstiegs, wie am Dienstag aus seinem Kabinett verlautete.

Flanderns Gastronomie verärgert

Der flämische Gastronomieverband Horeca Vlaanderen befürchtet, dass die Getränkegroßhändler die AB InBev-Bierpreiserhöhung an die Wirte an die Wirte weitergeben wird. In Folge der Preisanhebung werden die AB-InBev-Biere in der Gastronomie 3,12 % teurer.

In den Cafés, Kneipen und Restaurants können die Gastronomen und die Wirte ihren Kunden kaum noch um Verständnis bitten, denn die Biere der Gruppe werden regelmäßig um rund 3 % teurer. Im Vergleich zum Index, so der Verband, habe steige der Bierpreis in den vergangenen Jahren etwa doppelt so schnell.