Fipronil: Eierkrise sorgte für 14 Mio. € an Schaden Autor: A.Kockartz

Belga
Mi 11/10/2017 - 16:16 A.Kockartz Drei Monate nach Ausbruch der Fipronil-Krise schätzt der belgische Bauernbund den entstandenen Schaden für die hiesige Geflügelzucht auf 14 Mio. €. Das ist wesentlich mehr als eine erste Schätzung, die Mitte August noch bei rund 10 Mio. € lag, wie die flämischen Tageszeitungen Het Belang van Limburg und Gazet Van Antwerpen am Mittwoch berichten.

Als besonders teuer erwiesen sich dabei die Labortests, bei denen nach Fipronil in Proben gesucht wurde, so der Bauernbund. Und sehr kostenintensiv war auch die Säuberung der betroffenen Ställe und Legebatterien der Landwirte von dem in diesem Sektor eigentlich verbotenen Läusemittel.

Das Insektengift Fipronil war im Juli in mindestens 45 Ländern in Millionen von Eiern aufgetaucht, auch in 26 der 28 EU-Staaten. Alleine in Belgien mussten 86 Geflügelzucht- und Eierbetriebe gesperrt werden. Diese Unternehmen durften teilweise monatelang nicht mehr produzieren, bzw. mussten ihre Produktionen vernichten.

Und noch stets sind 11 Unternehmen in Belgien weiter davon betroffen. Die oben genannten Blätter zählen nach Angaben der belgischen Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV) vier Geflügelzuchten, drei Eierproduzenten und vier Unternehmen, die Hühnersuppe herstellen.

In Deutschland wurde jetzt auch Fipronil in Eierlikör, in Eiersalat und in diversen Backwaren festgestellt. Hiervon seien 103 Proben betroffen, schreibt die Süddeutsche Zeitung dazu. Verbraucherschützer fordern in unserem Nachbarland erneut Rückrufaktionen und eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln.