30/09/1914: Deutsche Feldküche Autor: UNe/kha/AK

Di 30/09/2014 - 17:55 UNe/kha/AK Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg, der durch zahlreiche Fotos dokumentiert wurde. Wir zeigen täglich Bilder, die inzwischen genau hundert Jahre alt sind. Unser heutiges Bild zeigt eine deutsche Feldküche.

Belgische Soldaten haben eine deutsche Feldküche erbeutet. Bei den Deutschen hieß sie auch Gulaschkanone. Die Küche erregte viel Aufsehen, denn die belgische Armee hatte 1914 keine mobile Küche. Die Soldaten mussten selbst ihren Kochtopf erhitzen und dazu nehmen, was sie fanden oder sie waren auf die Hilfe von Zivilisten angewiesen (Foto aus der KLM-Sammlung/ Königliches Armee-Museum).

29/09/14: Deutsche Soldaten im Bombenkrater

Dieses Foto aus dem Archiv der belgischen Armee (KLM) zeigt zwei deutsche Soldaten, die einen Krater begutachten, den eine Granate einer deutschen 42 cm-Kanone, besser bekannt als „Dicke Bertha“, verursacht hat.

Die Zeitschrift Weltchronik schreibt dazu, dass dieser Bombenkrater so tief, wie ein dreistöckiges Haus ist. Wenn man bedenkt, dass „Dicke Berthas“ im September 1914 rund 170 solcher 42 cm-Geschosse auf den Antwerpener Festungsring abfeuerten, dann kann man sich vorstellen, wie diese Gegend nach dem Beschuss ausgesehen haben mag.

28/09/14: Deutsche Kriegsgefangene in der Nähe von Aalst

Deutsche Soldaten, die in der Nähe der ostflämischen Stadt Aalst als belgische Kriegsgefangene abgeführt werden, sind auf dem heutige Foto des Tages zu sehen. (Sammlung des ‚Königlichen Armee-Museums‘)

27/09/14 - "Die Schlacht von Aalst"

Dieses Foto wurde Ende September 1914 weltweit in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften mit dem Begleittext „Die Schlacht von Aalst“ gedruckt. Es ist offensichtlich, dass diese Aufnahme für den Fotografen in Szene gesetzt worden war. Wenige Stunden zuvor hatten sich die belgischen Soldaten aber in der Stadt und vor deren Toren ein echtes Gefecht geliefert. (Stadtarchiv Aalst)

26/09/14: Belgische Soldaten schlafen im Stroh

Das Foto aus dem Archiv des belgischen Verteidigungsministeriums zeigt einige belgische Soldaten, die sich vom Kampf ausgelaugt auf Stroh gebettet haben und tief und fest schlafen. Offenbar liegt dieses Strohbett in einem Raum, der auch beheizt ist, denn am Rand des Fotos ist ein großer Ofen zu erkennen. Zudem hängen Mäntel neben Karabinern an den Kleiderhaken.

25/09/1914: Die Werbung entdeckt den Krieg für sich

Unser heutiges Bild zeigt die Werbeanzeige eines Bettenherstellers in einer deutschen Zeitschrift.

Die Werbeindustrie entdeckte den Krieg schon bald für sich. Die Werbeanzeige eines Bettenhersteller in einer deutschen Zeitschrift zeigt einen deutschen Soldaten, der von einer weichen Matratze und auch noch von etwas mehr träumt.

23/09/14: Spottkarikatur "On ne passe pas!"

Die Postkarte zeigt einen kleinen belgischen Wachsoldaten, der in Flämisch sagt: „Zurück! Belgien ist nicht zu verkaufen!“, während ein deutscher Offizier mit Pickelhaube freundlich und in gebrochenem Französisch um Einlass bittet. Er bietet zwar das eine oder andere Geschenk, doch hinter seinem Rücken hält er ein Messer bereit.

Auf dem Lattenzaun, der die belgische Grenze darstellt, steht in deutlichen Worten geschrieben: „On ne passe pas!“, was so viel heißt, wie „Hier geht’s nicht weiter!“ Diese Postkarte stammt aus der Sammlung des Liberaal Archief in Gent, dem Dokumentationszentrum der liberalen Bewegung in Belgien.

22/09/14: Pioniere bauen Ponton über die Schelde

Eigentlich ist dieses Foto nicht wirklich ein Bild, das genau vor 100 Jahren aufgenommen wurde, sondern eine Fotographie, die die so genannten „Festungs-Pioniere“ einer Antwerpener Garnison zeigen, die den Bau einer Pontonbrücke kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs üben. Und seit Anfang August 1914 wurden bereits an vier anderen Orten in der Antwerpener Umgebung solche Pontonbrücken über die Schelde angelegt.

Doch genau dort, wo vor dem Krieg noch geübt wurde, entstand am 22. September 1914 eine solche Brücke über die Schelde, nämlich zwischen Hermiksem (rechtes Ufer) und Bazel (linkes Ufer). Solche Brücken sorgten dafür, dass Truppen und Nachschub über die Schelde gelangen konnten. Die herkömmlichen Schelde-Fähren reichten dazu nicht aus.

19/09/1914: Familie De Smul aus Zeveneken

Die Familie De Smul aus Zeveneken (Lokeren ) war ein dankbares Beispiel für die Propaganda. Vater Gustaaf De Smul war der Besitzer einer kleinen Weberei. Er und sieben seiner neun Söhne zogen freiwillig an die Front, die zwei Jüngsten waren zu jung um in den Armeedienst einzutreten und wurden Pfadfinder in England.

Mutter Maria arbeitete als Krankenschwester in einem Armeekrankenhaus. Einer der Söhne, Gaston De Smul, wurde tödlich verletzt und starb 1916 in einem Krankenhaus. Alle anderen kamen unversehrt nach Hause zurück.

18/09/14 - Propaganda: Wie sie den Krieg gewinnen

„Wie sie ihren Krieg gewinnen“. Diesen Titel trägt dieses Propagandabild eines deutschen Soldaten mit Pickelhaube vor brennenden Häusern, der seinen Soldatenstiefel auf die Leiche einer Frau stützt. Auch damals schon war die erst junge Fotografie Teil des Propagandakriegs geworden, denn damit wurden kopierte Zeichnungen, wie diese hier rasend schnell verbreitet.

17. September 1914: Neue Rekruten - Jahrgang 1914 mobilisiert

In der zweiten Monatshälfte im September 1914 rief die belgische Armee die Rekruten des Jahres 1914 dazu auf, sich bei den Behörden zu melden. Im Prinzip musste jeder junge Mann, der bis zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt war, bei der Armee melden.

Die jungen Rekruten, die sich in der Region Antwerpen für den Militärdienst melden mussten, wurden zunächst bei Privatpersonen untergebracht. Unser Foto des Tages zeigt einige dieser Rekruten, die Mitte September bei einer Antwerpener Familie untergekommen waren. Doch romantischer Militärdienst wartete nicht auf diese Männer. Sie mussten nach kurzer Ausbildung in den Krieg ziehen…

16. September 1914 : Belgische Soldaten zünden eine Brücke an

Die deutsche Armee hatte am 16. September 1914 erneut versucht, Dendermonde einzunehmen, schaffte es dieses Mal aber nicht, die Schelde zu überqueren. Der belgischen Armee gelang es hingegen, bei ihrem Rückzug aus der Stadt, die hölzerne Bahnbrücke über diesem strategisch wichtigen Fluss anzuzünden und damit zu zerstören.

15. September 1914: Exekution eines deutschen Spions

Dieses Foto der Exekution eines deutschen Spions durch belgische Soldaten erschien Anfang Oktober 1914 in mehreren britischen Zeitschriften. Das Foto ist eine Fälschung und wurde in Melle bei Gent in der ersten Hälfte des Septembers angefertigt. Der Mann auf dem Bild, der scheinbar erschossen wird, ist Albert Rhys Williams, ein amerikanischer Kriegsberichterstatter.

Englische Fotografen hatten ihn gebeten, die Rolle eines Spions zu spielen, belgische Soldaten spielten das Hinrichtungskommando.

Williams kontrollierte zunächst eigenhändig, ob tatsächlich keine Kugeln in den Gewehren waren. Er hielt die Fälschung für kein Problem, denn die “Fotos sind lebensecht, da sie eine Kopie der Realität darstellen”.


Lesen Sie auch Teil I.: