Valentinstag: Liebesbotschaften aus dem 1. Weltkrieg Autor: U.Ne

Theano Mporaki, Europeana 1914-1918, CC-BY-SA
Di 14/02/2017 - 13:40 U.Ne 'Helfen Sie, die Liebesbotschaften aus dem 1. Weltkrieg zu entziffern und auszulegen' oder so ähnlich, heißt die Botschaft der EU-Online-Bibliothek Europeana pünktlich zu diesem Valentinstag. Gleichzeitig will die Bibliothek den Menschen einen Zugang zu "Liebes"-Zeugnissen aus dem 1. Weltkrieg verschaffen - und das alles digital. (Foto: Theano Mporaki, Europeana 1914-1918, CC-BY-SA)

"Ein Brief, der nie ankam", "Liebes-Feldpostkarte" von einem deutschen Soldaten, "Feldpost von Oberstleutnant Hugo Protivensky an seine Frau" oder "Op de vlucht van Antwerpen naar Dordrecht" (dt.: Auf der Flucht von Antwerpen nach Dordrecht) sind nur einige der handgeschriebenen Briefe und Postkarten, die in der Europeana, der Online-Bibliothek der Europäischen Union entziffert und zu finden sind. Bislang stehen schon 40 Liebesbotschaften auf Englisch, Deutsch, Französisch, Niederländisch, Kroatisch, Slowenisch und Griechisch vollständig im Netz. Weitere folgen.

Zum Valentinstag lädt die Bibliothek deshalb nun alle Internetnutzer dazu ein, dabei zu helfen, die Liebesgeschichten aus der Zeit von '14-'18 zu entziffern. Erwünscht sind Transkriptionen, Interpretationen und Anmerkungen, denn die handgeschriebenen Dokumente sollen irgendwann alle vollständig und in digitaler Form zu lesen sein. 

Die Valentinsaktion ist Teil des Projekts "Transcribe-Eropeana 1914-1918".

In einer Pressemitteilung der Kommission heißt es, Europeana, die Online--Bibliothek der EU, wolle den Menschen Zugang zu einzigartgen Zeugnissen des 1. Weltkriegs geben, indem sie die Internetnutzer einlade, selbst an den Liebesbriefen aus dieser Zeit "Hand anzulegen". Um die Entfernung und die Trennung von zu Hause zu überwinden, haben unzählige Soldaten lange Liebesbriefe, Gedichte und Geschichten von der Front an ihre Liebsten geschrieben.

Tausende Geschichten in 22 Ländern in Europa wurden bereits eingescanned. Die Internetnutzer sollen also ab heute auf www.transcribathon.eu ihre eigenen Anmerkungen hinzufügen.